Coaching Methoden und Ansätze

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Wie werden eigentlich Erfolge im Coaching erzielt, welche Mittel haben Coaches zur Verfügung?
Folgend findet sich eine kurze Übersicht ausgewählter Ansätze.

Diese Coaching-Methoden und Ansätze gibt es

Selbstcoaching

Selbstcoaching kann ein starke Methode mit einfachen Mitteln sein und relativ schnell Ergebnisse erzielen. Im Selbstcoaching gibt es kein Rezept, es gibt viele Konzepte, an denen man sich orientieren kann. Zentrale Rolle spielt meist das Verständnis von und der Umgang mit inneren Hemmnissen. Ein Beispielplan kann folgendermaßen aussehen:

1. Erfassung der eigenen Schwächen
Die Neugestaltung beginnt mit einer Einschätzung der eigenen Schwächen. Viele Menschen verwenden unbewusst Kontrollstrategien gegen Zweifel, Ängste und Sorge, wie Schwarz-Weiß-Denken, Schuldzuweisungen, Lügen und Manipulation.

2. Fakten von Fiktion trennen
Ob nun negativer Natur, als Zweifel und Ängste oder positiver in Form von Relativierung und Idealisierung – Fiktion steht der eigenen Entwicklung im Wege und lässt ungesunden Gewohnheiten freien Lauf. Das Reflektieren und Hinterfragen ist entscheidende Methode im gesamten Selbstcoachingprozess – für die Einschätzung der Realisierbarkeit von Aufgaben einerseits und den Erhalt von Motivation andererseits.

3. Erkenntnisse umsetzen
Es ist nicht abwendbar, dass ein reflexartiger, Unsicherheit fördernder Gedanke den Fokus blockieren kann. Dem sollte kein Platz gelassen und mit Besonnenheit entgegengetreten werden.

4. Loslassen
Um destruktive Gedanken langfristig zu verbannen, bietet das Selbstcoaching zahlreiche Übungen, wie das gezielte, abwechselnde Denken an Negatives und Positives, um die Kontrolle über seine Gedankenverläufe zu erlangen.

5. Selbstmotivation
Motivation und Momentum sind zwei wichtige Komponenten, um die Selbstcoaching-Praxis durchzuhalten. Vertrauen und Zuversicht können mit “kleinen Erfolgen” aufgebaut werden, sodass sich ein Gefühl von Kompetenz einstellt, wenn größere Aufgaben anfallen.

SMART

Die SMART-Zielsetzung ist ein Konzept um die Realisierbarkeit, Struktur und Nachvollziehbarkeit von Zielen überprüfbar zu gestalten und kann auch als Methode des Selbstcoaching angewendet werden.
Es steht für die folgenden Kriterien: Specific(Spezifisch), Measurable (Messbar), Achievable (Erreichbar), Relevant und Timely (Zeitgerecht).

Spezifisch
Was genau soll erreicht werden? Je spezifischer die Beschreibung ist, desto größer ist die Chance auf Erfolg.

Messbar
Das Ziel sollte in messbare Elemente heruntergebrochen werden, benötigt also konkrete Ausgänge oder Beweise. Dafür sind an Stelle von Gefühlen, beispielsweise Zahlen gute Indikatoren.

Erreichbar
Nach Abwägung des Aufwandes, der Zeit und andere Kosten, die das Ziel in Anspruch nehmen wird, gegen den Gewinn und anderen Verpflichtungen und Prioritäten, muss betrachtet werden, ob das Ziel wirklich realisierbar ist.

Relevant
Ist das Erreichen des Ziels überhaupt von Relevanz und weshalb sollte es erreicht werden? Wenn das Ziel dieses Kriterium besteht, muss überprüft werden, ob bestimmte Ressourcen fehlen und etwaig nach Möglichkeiten gesucht werden, diese zu beschaffen.

Rechtzeitig
Fristen motivieren und sind konkret messbar. Ein realistisch und flexibel gehaltener Zeitplan ist kritisch für die Erreichung des Ziels.

Die Ziele sollten stets in positivem Ton formuliert sein und den Fokus auf das richten, was erreicht werden soll, nicht darauf, wie man nicht mehr handeln möchte.

Systemisches Coaching

Systemisches Coaching ist eine spezielle Form des Coaching, welches in Bezug auf seine theoretische Grundlage, der Systemtheorie benannt ist und kann Beispielweise im Bereich des Business oder Life Coaching eingesetzt werden. Seine Besonderheit ist durch die philosophisch/soziologisch/psychologisch Grundlage und zum anderen den Einsatz spezieller Methoden gegeben.

Es geht von bestimmten Basisbedürfnissen des Menschen aus, wie zum Beispiel, Struktur und Verbindlichkeit, Selbstständigkeit, Spiel, Kommunikation, Kontakt und Begrenzung, Unabhängigkeit, Träumen, Neugierde und das Zeigen von Gefühlen. Auf diesen Bedürfnissen basieren die vier Hauptziele Emanzipation, Selbstbestimmung, Produktivität und Handlungskompetenz.
Eingesetzt werden Ansätze wie die Familientherapie, in welcher das soziale Umfeld in den Coachingprozess mit integriert wird. Außerdem bieten sogenannte “Aufstellungen” eine Möglichkeit, Strukturen in Beziehungen besser erkennbar zu machen. Weitere Ansätze sind unter anderem Interventions- und Konfrontationsformen, Rollenspiele, imaginative Verfahren und fokussierte Körperarbeit.

Neurolinguistisches Programmieren

Neurolinguistisches Programmieren, kurz (NLP) ist ein psychologischer Ansatz, der die Analyse von Erfolgsstrategien und deren Anwendung zur Erreichung eines persönlichen Ziels, wie dem Verständnis über Denk- und Verhaltensmuster oder dem emotionalen Zustand, beinhaltet. Es setzt Gedanken, Sprache und durch Erfahrung erlernte Verhaltensmuster mit bestimmten Ergebnissen in Beziehung.
Es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch eine individuelle Landkarte seiner Realität besitzt und aus dieser persönlichen verzerrten Perspektive heraus agiert. Diese Karte wird aus Sinneswahrnehmungen gebildet, die sich individuell in ihrer Qualität und Wichtigkeit unterscheiden. Die Analyse der Karte bietet die Möglichkeit, die Fähigkeiten zu finden und zu stärken, die am besten dazu dienen, produktive Strategien zu entwickeln.

Es bestehen natürliche Hierarchien des Lernens, der Kommunikation und der Veränderung. Die in Wechselwirkung zueinander stehenden Ebenen der Veränderung sind(von höchster zu niedrigster):

  • Zweck und Spiritualität
  • Identität
  • Überzeugungen und Werte
  • Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Verhaltensweisen
  • Umgebung

NLP-Befürworter erklären, dass der Ansatz schnelle und dauerhafte Ergebnisse liefert, das Verständnis für Verhaltensmuster verbessert und eine effektive Kommunikation zwischen bewussten und unbewussten Prozessen aufbaut, um Menschen zu helfen, ihre Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten zu steigern.

Gordon

Das Gordon Training ist eine kommunikative Methode, die zur Konfliktlösung eingesetzt wird. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien zu verbessern und in einem friedlichen Lösungsprozess die Bedürfnisse beider Konfliktparteien beachten.
Die Kommunikation wird analysiert und es wird versucht Muster zu entdecken, welche den Lösungsprozess hemmen. Unter diese „Kommunikationssperren“ fallen zum Beispiel das Befehlen, Ermahnen, Moralisieren und Ablenken.
Das Gordon Training umfasst zudem eine Reihe an Zuhörtechniken. Eine wesentliche ist das “Aktives Zuhören”. Hier wird in Betracht gezogen, dass der sogenannte „Empfänger“ einer Botschaft, ebenjene anders verstehen kann, als der „Sender“ sie ursprünglich intendiert hat, weshalb der Empfänger Rückmeldung darüber gibt, was er verstanden hat.
Ein weiteres zentrales Element verkörpert der Ansatz der „Ich-Botschaften“. Um eine wertende Aussage, die den Gegenüber verletzen könnte, zu verhindern, wird allein das eigene Befinden durch „Ich-Sätze“ zum Ausdruck gebracht.
Durch seine Erfolge findet das GORDON Modell mittlerweile sowohl im privaten, als auch im geschäftlichen Bereich großen Anklang.

Fazit

Ob nun allein nach einem Schema oder professioneller Anleitung eines Coaches – durch die Inkorporation von Methoden aus Soziologie, Psychologie und anderen Wissenschaften stehen den Coachingdisziplinen ein universelles Methodenrepertoire zur Verfügung, um jegliche Probleme souverän anzugehen.

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