Coach Franziska Rauth im Interview

Diese Woche ist Franziska Rauth zu Gast. Franziska Rauth ist seit 2015 zertifizierte Personal- und Business Coachin und versteht sich als Prozessbegleiterin für Menschen, die sich in Ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln möchten. Durch ihre Affinität zu den Bergen und aufgrund ihres sportlichen Backgrounds wurde die Idee des Wandercoachings 2018 geboren.

In diesem Interview gewähren wir Ihnen einen „Blick hinter die Kulissen“ und befragen Franziska zu Ihrer Motivation, Ihren bisherigen Coaching-Erfahrungen und Ihrem Bergwandercoaching Angebot in den Ammergauer Alpen.

Profilbild Franziska Rauth

Franziska, Du bist seit vielen Jahren als Coachin tätig und hast schon zahlreiche Coachees in Veränderungsprozessen begleiten können. Was hat Dich dazu bewogen Coach zu werden?

Mich begeistert die Arbeit gemeinsam mit Menschen und ich habe in meiner Tätigkeit als Ausbildungsberaterin für ein Studieninstitut bereits gemerkt, wie wichtig es ist, zielgerichtete Fragen zu stellen. Damit gibt man seinem Gegenüber die Chance sich zu öffnen und auf Augenhöhe ein sehr wertschätzendes Gespräch zu führen. Im Nachgang haben sich alle Beteiligten immer wieder für diesen angenehmen Austausch bedankt. Denn oft waren es Krisengespräche oder Konfliktsituationen, die ich begleitet habe und ich habe gemerkt wieviel Möglichkeiten die Kommunikation bietet. Unter anderem habe ich später als Führungskraft festgestellt, dass ich oftmals bereits das Potenzial anderer Menschen sehe, was sie selbst für sich noch nicht sehen. An der Arbeit als Coach liebe ich es Menschen durch Reflektion zu befähigen und mit ihnen zu erarbeiten, was sie im Leben glücklich und zufrieden macht. Ihre eigenen verborgenden Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu leben, und sie dabei zu begleiten ein glücklicheres und entspannteres Leben zu führen, ob privat oder beruflich.

Was ist Deine wichtigste Stärke, die Dir ermöglicht als Coachin erfolgreich zu sein?

Meine wichtigste Stärke ist wohl eine Kombination aus Empathie und meiner vielfältigen Erfahrung meiner bisherigen Tätigkeiten. Diese ermöglicht mir im Coachingprozess komplexe Zusammenhänge gemeinsam mit dem Klienten durch zielgerichtete Fragen auf Augenhöhe für ihn sichtbar machen. Es wird ihm dadurch möglich neue Perspektiven einzunehmen und aus einer festgefahrenen Situation in Bewegung zu kommen und Dinge in den Flow zu bringen. Mein Blick von außen erleichtert den Klienten seinen Veränderungsprozess mit voller Überzeugung einzuleiten.
Dadurch fühlt sich mein Klient gerade in unangenehmen Konfliktsituationen gut begleitet und kann mit mehr Leichtigkeit, die für ihn richtige Entscheidung mit einem guten Gefühl treffen.

Erzähl uns mehr von deinem Ansatz und deinem Coachingschwerpunkt.

Mein Ansatz im Wandercoaching ist es Menschen nicht nur mental, sondern auch körperlich zu bewegen. Dabei biete ich lösungsorientiertes systemisches Coaching an. Ich nutze gerne die Natur als Spiegel der Themen, da sie so greifbarer und besser verankert werden. Allein dadurch, dass der Klient sich bereits mit mir bewegt, merkt er gar nicht, dass er schon die ersten Steine für sich und sein Thema unterbewusst ins Rollen bringt.

Allein durch das nebeneinander Laufen und die Natur als Kulisse, hat der Klient einen viel besseren Zugang zu sich, seinem Körper und seinen Themen. Der Coachingprozess ist sozusagen direkt im Fluss und der Klient bestimmt seine Geschwindigkeit. Oft gibt der Blick vom Gipfel dem Klienten die Möglichkeit für einen Rückblick, und besonders gut für einen Ausblick und mögliche neue Perspektiven. Der Blick in die Ferne, die Möglichkeit Abstand zu gewinnen, von oben drauf zu schauen, sich aus der Problemwolke zu bewegen. All das wäre ohne diese Wanderung während eines Coachings faktisch nicht möglich gewesen.

Meine Schwerpunkte im Coaching sind Persönlichkeitsentfaltung, Karriere- und Berufscoaching, Zukunftsgestaltung, sowie Führungskräftetraining und Teamentwicklung.

Du klingst sehr leidenschaftlich, wenn Du über Deine Arbeit sprichst. Was genau treibt Dich an?

Mich begeistert die Arbeit mit Menschen, die sich aus der Komfortzone trauen und Lust haben etwas zu verändern. Und das nicht nur für sich oder etwa ihr Team, sondern in dem Zuge auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Denn mit ihren Werten und ihrer Haltung werden sie für andere Menschen wiederum eine Inspiration.
Ich bin von Herzen glücklich, wenn meine Klienten ihre Veränderung wahrnehmen und mir von ihren Erfolgserlebnissen berichten. Damit habe ich wieder einen Menschen glücklicher und selbstsicherer gemacht. Wie oft passiert es vor allem in jungen Jahren und auch später durch prägende Ereignisse, dass man sich selbst unsicher, nicht für gut genug oder kompetent genug fühlt. Dabei braucht es den Zuspruch und die professionelle Reflexion von außen, um die eigene Überzeugung seiner Fähigkeiten zu entwickeln und eine Portion Mut es anzugehen. Und genau da bin ich gerne Sparringspartner auf Augenhöhe, wenn es um die eigene Weiterentwicklung geht.
Ich selbst habe vor Jahren für längere Zeit eine Coachin aufgesucht und mich zuerst bei beruflichen Themen und später auch bei privaten Themen begleiten lassen. Es war unglaublich wohltuend Dinge für sich zu sortieren, den Blick von außen zu erhalten und alte Glaubsätze, die hinderlich sind, zu durchbrechen. Ich wäre sicher nicht da, wo ich heute bin, ohne diese gute Reflexion und Supervision. Daher kann ich aus eigener Erfahrung ein professionelles Coaching nur empfehlen und weiß um die Phasen in einem Coaching Prozess auch als Klient.

Neben klassischen Coaching-Sitzungen und Workshops bietest Du auch spannende Coaching-Erlebnisse an, die in die Bayerischen Voralpen führen. Ist die Motivation die gleiche oder steckt hinter diesem Format noch ein anderer Beweggrund?

Tatsächlich habe ich mal Sportwissenschaften studiert mit der Intension Menschen in Bewegung zu bringen und so einen gesünderen Lebensstil verfolgen zu können. Ich weiß um die vielen Vorteile und Auswirkungen von Bewegung. Nicht nur, dass unser Serotonin Spiegel steigt und wir uns glücklicher fühlen, wenn wir uns bewegt haben. Dazu kommt dann die Bewegung in der Natur, die unglaublich viele positive Auswirkungen hat, allein weil beispielsweise im Wald der Sauerstoffgehalt in der Luft deutlich höher ist und um 90% weniger Staubteilchen enthält als gewöhnliche Stadtluft. Außerdem bewirkt bereits ein halber Tag im Wald, dass unsere Stresshormone um 50% reduziert werden. Auch der Anblick des Waldes bzw. der Farbe Grün hat viele positive Auswirkungen. Nebenbei bemerkt wird in Japan das sogenannte Waldbaden sogar als Therapieform anerkannt.
Ich selbst habe in der Zeit als Vertrieblerin oft angesichts des hektischen und stressigen Alltags die Wanderungen genutzt, um mich in der Natur zu regenerieren. Wieder achtsamer zu werden, mich neu auszurichten und wieder in Balance zu kommen. Oft habe ich für mich während solcher Wanderungen Themen bewusst reflektiert. Nach jeder dieser Wanderungen kam ich kraftvoll, positiv und voller Zuversicht wieder zuhause an.
Und genau diese bestärkende Erfahrung und positiven Erlebnisse möchte ich gerne weitergeben.

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Welche Vorteile bietet Deiner Meinung nach ein Bergwandercoaching im Vergleich zu einem klassischen Coaching?

In einem Wandercoaching eröffnet mir bereits das nebeneinander Gehen, der Blick nach vorne und die Möglichkeit seine Umgebung wahrzunehmen einen unglaublichen Wohlfühlcharakter. Hingegen in einem klassischen Coaching empfinde ich allein die Sitzkonstellation und die räumliche Starre etwas unnatürlich.

Die zahlreichen Vorteile eines Coachings in der Natur habe ich ja bereits erwähnt. Hinzukommt, dass ich viele Tools und Coachingübungen in abgewandelter Form auch wunderbar in freier Natur machen kann. Und auch hier wird die Kreativität und der Gedankenspielraum des Klienten geöffnet. Ihm wird in dieser natürlichen Kulisse nochmal mehr vor Augen geführt was alles möglich ist, was alles miteinander verwoben ist und er hat direkte Anker oder Eindrücke, die er für sich im weiteren Verlauf für seinen Entwicklungsprozess nutzen kann. Sei es der Blick vom Gipfel, die Beschaffenheit des Weges, Stolpersteine, Anstiege, Nebelschwaden, Umwege, der Blick auf den Bergsee Begegnungen mit Pflanzen und Tieren und viele weitere.

Dein Wandercoaching Angebot beinhaltet ergänzende Aktivitäten/Übungen. Kannst Du uns hierzu mehr erzählen?

 Richtig, natürlich gehört nicht nur das Wandern und die Reflektion beim Gehen hinzu, sondern zu den entsprechenden Themen mache ich beispielsweise eine Meditation oder kleine Achtsamkeitsübungen. Dazu kann auch mal gehören, dass wir einen Teil der Strecke barfuß gehen, um mit sich und seinem Körper noch besser in Verbindung zu kommen, aber auch mit der Natur und seinem Weg. Sicherlich sind auch mögliche Übungen eine Aufstellung der jetzigen Situation mit Naturmaterialien oder andere geeignete Coaching Tools, die an der Stelle passen. Natürlich machen wir auch Aufzeichnungen zu den besprochenen Themen, so dass der Klient immer eine Gedankenstütze oder hilfreiche Notizen mit nach Hause nehmen kann.

Und zu guter Letzt: Wie bereits erwähnt, findet Dein Bergwandercoaching in den Ammergauer Alpen statt. Wieso hast Du Dich für diese Region entschieden?

 Ich selbst wohne in Murnau und weiß die Region mit all ihren schönen Plätzen zu schätzen. Die Ammergauer Alpen bieten eine wunderbare Vielfalt an Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Auch im Tal gibt es unglaublich viele schöne Strecken am Wasser oder im Wald. Nicht umsonst heißt es auch das Blaue Land, da es so viele Seen zu bieten hat. Und obwohl die Berge von München und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut und schnell zu erreichen sind, gibt es zahlreiche Strecken und Touren, die man gemütlich vom Trubel gehen kann und so seinen Coachingprozess ungestört beschreiten kann. Tatsächlich wohne ich dort wo andere Urlaub machen und die Region hat zudem gerade, wenn man sich für eine Coachingreise entscheidet, viele weitere qualitativ hochwertige Freizeitangebote und so kann man beides gut mit einem Urlaub verbinden.

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